Satellite Office Headquarter Anita Gödiker die Netzwerkerin

Die Netzwerkerin

Ein Gespräch mit Anita Gödiker, CEO Satellite Office, Berlin

„In zwanzig Jahren Satellite Office haben unzählbar viele spannende Begegnungen bei Satellite Office stattgefunden. Und aus sehr vielen sind ernsthafte Businesscases entstanden“ berichtet Anita Gödiker zu Beginn unseren Gesprächs. Satellite Office ist ein Start-up wie es im Buche steht. Zu einer Zeit, in der noch niemand den Begriff kannte...

Vor zwanzig Jahren brachte sie das Konzept der Premium Business Center aus den USA nach Deutschland

Anita Gödiker ist durch und durch Unternehmerin. Vor zwanzig Jahren brachte sie das Konzept der Premium Business Center aus den USA nach Deutschland und gründete Satellite Office. Bis heute führt sie das mittelständische Unternehmen erfolgreich. Die gepflegten, lässig-luxuriösen Business Center spiegeln Anita Gödiker wider. Anita Gödiker ist Satellite Office und Satellite Office ist Anita Gödikers Lebensgeschichte. Ihre sieben Business & Conference Center befinden sich allesamt in historischen, eindrucksvollen Gebäuden an erstklassigen Adressen. Neuer Wall Hamburg, Kurfürstendamm Berlin, Bahnhofstrasse Zürich – um nur einige zu nennen.

In Deutschland nach wie vor einzigartig

Alle Business Center beherbergen Einzelbüros mit sehr guter Ausstattung und in guten Größen, Arbeitsplätze im Großraumbüro mit Platz und Blick, Coworking-Bereiche in moderner, cooler Atmosphäre und mit bester Büroausstattung, Open Spaces mit italienischen Cafébars für Snacks und wirklich gutem Café. Für vertrauliche Meetings in geschützter Umgebung hat die Expertin überall Kaminlounges eingerichtet. Die größeren Meetingräume sind mit besonders schönem Blick, hier in Berlin schauen wir über die Dächer des Ku’damms. Gepaart mit einem exzellenten Empfangsservice, den alle Kunden nutzen können, sind andere Serviceleistungen wie Telefonservice, Büroassistenz oder Meetingplanung ganz nach Bedarf hinzubuchbar. Das ist in Deutschland nach wie vor einzigartig. „Ich versetzte mich täglich in unsere Kunden. Was brauchen sie, um vernünftig, entspannt und konzentriert Arbeiten zu können. Ruhe, viel Platz, Sauberkeit und Atmosphäre sind sehr, sehr wichtig. Fast noch ausschlaggebender ist aber Service und vor allem die Flexibilität, glaubt Gödiker. Büros und Arbeitsplätze können stunden-, tage- und monatsweise gebucht werden. Büros können nach spontanem Bedarf vergrößert oder verkleinert werden, Meetingräume stehen dann zur Verfügung, wenn sie gebrauch werden. Und all das zu einem attraktiven Preis. Leistungsstarke Internetverbindungen, Flipcharts, Pinnwände, Papier, Stifte, Moderatorenkoffer, Beamer , TV /Plasmabildschirme – das alles ist so selbstverständlich in den Centern vorhanden, da sprechen wir gar nicht drüber, antwortet die Geschäftsführerin auf meine Nachfrage. „Ein Kunde braucht nur seinen Rechner und kann loslegen. Alles andere haben wir oder können wir schnell besorgen“, schmunzelt Gödiker.

Wir sind kommunikative Wesen, trotz Digitalisierung, Arbeiten 4.0 und immer neuen Arbeitsplätzen

Doch unser Leben besteht nicht nur aus Arbeit allein...wir sind kommunikative Wesen, trotz Digitalisierung, Arbeiten 4.0 und immer neuen Arbeitsplätzen. „Unsere Business Center erwachen zum Leben durch die Menschen, die sie nutzen. Alle haben ihre eigene Geschichte, ihre eigene Weltanschauung. An der Cafémaschine ist schon so mancher Deal zustande gekommen, erzählt Gödiker. In den späten 90gern hießen die Stars Jamba, mySpace und Pixel Park. „Alle waren hier, bei Satellite Office in Berlin, und  haben hier ihre Geschäfte aufgebaut“, so die Unternehmerin. Gödiker ist Netzwerkerin aus Überzeugung. Berufliche Netzwerke bestimmen heute den unternehmerischen Erfolg. Noch keine Generation war so vernetzt wie wir. Business Clubs, Verbände, Interessengemeinschaften sprießen aus dem Boden. Doch können und werden diese Plattformen in der Vielzahl auch angenommen? Wie viele kommen noch hinzu? Dazu Anita Gödiker, CEO von Satellite Office: Es zeichnet sich eine neue Bewegung ab. Bereiche, die keine ausgewiesenen Netzwerk-Plattformen sind, entwickeln sich zu den wirklichen Networking-Hot Spots. Das Tempo nimmt zu, der abendliche Besuch einer Verbandsveranstaltung wird zeitlich immer schwieriger. Der Aufbau des Netzwerkes muss immer und überall möglich sein. Und das nicht nur per „Zufallsbegegnung“ an der Hotelbar – wir vor einigen Jahren üblich. Dazu haben Netzwerke in der digitalisierten Welt eine zu große Bedeutung. Heute wird strategisch die passende Nachbarschaft, Neudeutsch „Hood“ genannt, gesucht, um die richtigen Menschen zu treffen. Privat und beruflich.“„In der Geschäftswelt haben Business Center klassische Netzwerk-Verbände überholt“ ist Gödiker überzeugt. Im Trend liegen derzeit Coworking-Arbeitsplätze in schicken, offenen Räumen, die viel mehr einem Szene-Café als einem Großraumbüro gleichen. „Menschen, die ein externes Büro für Unternehmen, Kanzlei, Agentur oder Start-up anmieten möchten, stellen sich heute eben auch die Frage, wo sie die richtigen Leute treffen, welche Branche sich welchen Arbeitsplatz sucht. Und das zum Networking. An der Cafémaschine, im Bistro oder Kaminzimmer. Ganz nebenbei, während der Arbeitszeit. Auf sehr angenehme, unternehmerische Art und Weise, mit einer gewissen Leichtigkeit“ beschreibt Gödiker die täglichen Anfragen. Vergleichbar mit Begegnungen in der Lobby von Businesshotels. Oder Lounges der Fluggesellschaften – hier sind schon viele Arbeitsstellen vermittelt worden. Im Zufallsgespräch. Das verändert sich gerade mit enormer Geschwindigkeit: Zufallsbegegnungen werden zu geplanten Begegnungen. Der Zufall wird zur Intention. Intuitiv werden so Karrieren beschleunigt und beeinflusst. In der Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit ihrer Begegnung ohne zusätzlichen Zeitaufwand haben Business Center klassische Business Clubs längst abgehängt.

Firmengründung aus Leidenschaft gegen bittere Widerstände

Besonders gerne spricht Anita Gödiker über Firmengründungen. Sie selbst hat Satellite Office als Start-up gegründet. Zu einer Zeit, in der noch keiner den Begriff kannte. Viele Hürden musste sie überspringen, ehe sie Geld von den Banken bekam. Mit einer heiß erkämpften Landesbürgschaft zur speziellen Förderung von Frauen konnte sie endlich durchstarten. „Der Mietvertrag mit einem Vermieter, dem meine Geschäftsidee ordentlich missfiel, wurde gezeichnet. Er wollte keine Leute im Haus, die sich kein ordentliches Büro leisten konnten. So war damals 1996 die Haltung gegenüber Business Centern. Wer sich nichts leisten konnte, kroch quasi preiswert unter. Welch fataler Irrtum. Die Mieter von damals waren in Sachen Flexibilität und Schonung von Liquidität ihrer Welt weit voraus. Das war aber auch mir damals noch nicht so ganz klar, welche Vorreiterrolle ich da übernahm. Und der Vermieter war sich letztendlich für einen üppigen Mietzins, festgelegt auf zehn Jahre doch nicht zu schade. Heute unterstützt Anita Gödiker Firmengründer. Mit Beratung aber auch mit harten Fakten. „Wußten Sie, dass man bis heute zur Gründung einer Kapitalgesellschaft ein Firmenschild braucht? Das ist gesetzlich so vorgeschrieben“ berichtet Sie. Das Firmenschild muss einwandfrei erkennbar sein, es ist genau fest gelegt, was darauf stehen muss und wo es hängen muss. Es verwundert mich nach diesem Gespräch nun nicht mehr, dass Anita Gödiker auch das bei Satellite Office anbietet. „Unsere Firmensitzpakete sind für Gründer ein Segen. Ein ordentliches Firmenschild und eine ins Handelsregister eingetragene Adresse mit oder ohne einen flexiblen Arbeitsplatz  – das gibt es meines Wissens nur bei uns“ so die Expertin. Für Anwälte, Berater und Banker ist es ein erheblicher Mehrwert, eine Firmenadresse ohne c/o angeben zu können. Hier spielt auch das Thema Postgeheimnis mit hinein. Jeden Tag trifft Anita Gödiker Kunden, die ein Geschäft aufbauen. Sie spricht mit ihnen, vernetzt sie und unterstützt so aus dem Hintergrund. Auch Businessangels, also Investoren, sind Kunden bei Satellite Office, die nicht selten in die Open Spaces oder Coworking-Bereiche gehen um ihre Fühler auszustrecken.

Das Geheimnis meines Erfolges

Zum Ende unseres Gespräches bitte ich, als selbstständige Kommunikationswissenschaftlerin, um ihren wichtigsten Tipp. Das Wichtigste überhaupt sei immer am Puls der Zeit Zeichen zu setzen. „Wer glaubt, mit Bewährtem überleben zu können, hat schon verloren. Das ist meine feste Überzeugung. Bestes Beispiel: Anton Schlecker. Das Innovations-Zeiten immer kürzer werden, habe ich schon zu Siemenszeiten gelernt und ebenso, was es bedeutet, die Zeit zu verpennen und zu spät zu kommen – wie Siemens. Das ist bis heute mein Motto und damit bin ich klug beraten. ABER es braucht immer wieder Mut, bewährte Wege zu ändern und neue zu gehen. Ohne dem geht es nicht.“

 

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